Die Geschichte des Werra-Meißner-Kreises
Aus der Zusammenlegung der ehemals selbständigen Landkreise Eschwege und Witzenhausen entstand zum 1. Januar 1974 der Werra-Meißner-Kreis. Die Grundlage für diesen Zusammenschluß bildete das "Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Eschwege und Witzenhausen" vom 28. September 1973 (GVBl. I S. 353).
Bereits 1972 hatte es einige Änderungen der Kreisgrenzen gegeben, als im Zuge der Neugliederung der Landkreise Kassel und Hersfeld-Rotenburg der zum Kreis Kassel gehörende Teil des Gutsbezirks "Kaufunger Wald" mit dem zum Kreis Witzenhausen gehörenden Teil vereinigt und dem Verwaltungsgebiet des Kreises Witzenhausen zugeordnet worden war. Die Stadt Sontra war mit den im Jahr 1971 eingegliederten Gemeinden aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg dem Landkreis Eschwege zugeteilt worden. Sankt Ottilien aus dem Kreis Witzenhausen wechselte in den neuen Kreis Kassel. Auf Grund freiwilliger Eingliederung war bereits 1970 eine Gemeinde aus dem Kreis Witzenhausen in den Kreis Kassel und 1971 eine Gemeinde aus dem Kreis Melsungen in die Stadt Waldkappel (Kreis Eschwege) übergewechselt.
Beide Landkreise waren 1821 durch Kurfürstliches Organisationsedikt geschaffen worden: Der Landkreis Eschwege aus den Ämtern Bilstein, Bischhausen, Germerode, Netra, Wanfried sowie dem Fürstlichen Rotenburgischen Amt und dem Kurfürstlichen Amt Eschwege; der Landkreis Witzenhausen aus den Ämtern Allendorf, Lichtenau, Ludwigstein, Großalmerode und Witzenhausen. 1836 erfolgten kleinere Gebietsänderungen zwischen den Kreisen Eschwege und Rotenburg; gleichzeitig wurden drei Gemeinden des Kreises Eschwege nach Witzenhausen ausgegliedert. 1848/49 kam es zur vorübergehenden Auflösung beider Kreise (bis 1851). Das Aufgehen des Kurfürstentums Hessen (1866) in Preußen brachte keine territorialen Veränderungen. Als 1945 die Grenzen zwischen der amerikanischen und der sowjetischen Besatzungszone festgelegt wurden, gliederte man im Rahmen des sog. "Wanfrieder Abkommens" vier Gemeinden des Kreises Witzenhausen in den Kreis Heiligenstadt (Thüringen) aus und zwei Gemeinden aus dem Kreis Heiligenstadt in den Kreis Witzenhausen ein.
Landräte seit 1945
Stefan G. Reuß | seit 06.06.2006 | SPD |
Name | Amtszeit | Partei |
Ehemaliger Landkreis Eschwege | ||
Wolfgang Hartdegen | 08.05.1945 – 31.08.1945 | - |
Dr. Busse | 01.09.1945 – 25.02.1946 | - |
Johannes Braunholz | 01.07.1946 – 30.06.1948 | SPD |
Gerhard Pforr | 01.07.1948 – 30.06.1954 | LDP (*1) |
Hansjochen Kubitz | 05.07.1954 – 15.12.1960 | BHE (*2) |
Eitel O. Höhne | 04.03.1961 – 31.12.1973 | SPD |
Ehemaliger Landkreis Witzenhausen | ||
Hans Wilhelm von Coelln | 21.05.1945 – 29.06.1946 | - |
Wilhelm Brühbach | 01.07.1946 – 31.12.1973 | SPD |
Werra-Meißner-Kreis | ||
Eitel O. Höhne | 06.06.1988 – 05.06.2006 | SPD |
Dieter Brosey | 06.06.1988 – 05.06.2006 | SPD |
*1 Liberal Demokratische Partei
*2 Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten
Werra-Meißner-Lied
Wo im grünen Tal die Werra fließt
wo vom Meißner her die Kalbe grüßt
zwischen Sontrastrand und Heldrastein
möcht ich zuhause sein.
Oh du schönes Werra-Meißner-Land
Perle Hessens und mein Heimatland
'Frieden über deinen Auen schwebt
ich möcht nie mehr von dir gehen.
Wo der Dietemann die Wache hält
zwischen Ringgau, Meißner, Altefeld
wo die Hölle nur ein Tal sein darf sein
möcht ich zuhause sein.
Oh du schönes Werra-Meißner-Land
Perle Hessens und mein Heimatland
'Frieden über deinen Auen schwebt
ich möcht nie mehr von dir gehen.
Wo im Werratal die Kirschbäume blühn
wir Burg Hanstein nur von ferne sehn
zwischen Bilstein und Burg Ludwigstein
möcht ich zuhause sein.
Oh du schönes Werra-Meißner-Land
Perle Hessens und mein Heimatland
'Frieden über deinen Auen schwebt
ich möcht nie mehr von dir gehen.
Und muss ich auch einmal von euch gehen
nehmts nicht schwer man muss es nur verstehn
schau ich dann vom großen Himmelstor
hör' ich singen euch im Chor
Oh du schönes Werra-Meißner-Land
Perle Hessens und mein Heimatland
'Frieden über deinen Auen schwebt
ich möcht nie mehr von dir gehen.
Hier können Sie sich das Werra-Meißner-Lied anhören
© M+T: K. Heißner
Der Werra-Meißner-Kreis unterhält eine Partnerschaft zum Berliner Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg
Die Städtepartnerschaft wurde 1957 von Stadtbezirk Tempelhof mit dem früheren Landkreis Eschwege geschlossen und ging zurück auf die Zeit der Blockade West-Berlins 1948/49, als von Landkreis Eschwege ein Erholungsprogramm für Kinder aus Berlin-Tempelhof organisiert wurde.






